Ferien mal ganz anders: die Herbstakademie „Das Saarland denkt global“ in Spohns Haus

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Im ersten Workshop beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Konsum.

Lena: „Wir notierten auf Plakaten, was wir alles im Leben so brauchen und was wir gerne alles so haben wollen“. Bei genauerer Betrachtung wurde den Jugendlichen mehr und mehr bewusst, dass sie vieles von dem, was sie besitzen, gar nicht wirklich brauchen und dass es ihnen am Ende gar nicht gut tut, immer noch mehr Konsumgüter haben zu wollen. Marco: „Ja, sonst wird man noch abhängig...“ und er zeigte dabei schmunzelnd aufs Handy. „Wir benutzen jedenfalls seit der Herbstakademie unsere Handys deutlich weniger!“ meinten Paula und Lena stolz und strahlten dabei eine große Zufriedenheit aus.

Auch andere Probleme der modernen Konsumgesellschaft wurden den Schülerinnen und Schülern nahegebracht. Die Erkenntnis, dass beispielsweise die Markenkleidung, die viele Menschen in den reichen Industrieländern tragen, meistens durch Kinderarbeit in armen Ländern produziert wird, machte unsere Schülerinnen und Schüler sehr betroffen.

Am Nachmittag veranschaulichte die Bildungsreferentin Frau von Osterhausen den Jugendlichen die Prinzipien des Fairen Handels. „Normalerweise verdienen Plantagenarbeiter in armen afrikanischen Ländern im Durchschnitt nur 1 Cent pro Tag!“ empörte sich Benjamin. Marco: „Wenn wir Fair Trade-Produkte kaufen, helfen wir, die Ausbeutung von Erwachsenen und Kindern in den armen Ländern unserer Erde zu verringern!“ Paula: „ Deshalb achtet meine Familie schon länger darauf, Lebensmittel und Kleidung aus Fairem Handel zu kaufen. Man fühlt sich einfach besser, wenn man weiß, dass man Anderen dadurch helfen kann, ein menschenwürdiges Leben zu führen.“

Mit diesem guten Gefühl im Herzen konnten sich die Jugendlichen dann abends in einer von den Betreuern organisierten Disco so richtig toll amüsieren.